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im kraftfeld der biorhythmen

"Morgen für Morgen kommt man zur Welt."

(Eugène Ionesco)

* * *

Wie oft kommt es vor, dass wir mal einige Stunden oder Tage "nicht gut drauf" sind und "danebenstehen", dass uns andere ohne erkennbaren Anlass als reizbar, unbeherrscht oder unkonzentriert erleben? Dann wieder erfahren wir ein körperliches oder geistiges Hoch, stellen uns dem Alltag beschwingt und wie auf Flügeln, kein Wässerchen kann uns trüben - anscheinend gleichermaßen ohne besonderen Grund. Einer der möglichen Gründe für diese seltsamen Schwankungen und Unbeständigkeiten liegt in den drei Biorhythmen des Menschen. Wie sie sich auswirken und welchen Nutzen ihre Kenntnis für Sie haben kann - damit soll Sie dieser Text vertraut machen.

Viel Freude beim Schmökern, Lesen und vielleicht auch Staunen, wenn Sie neue Aspekte über sich selbst erfahren!

Ihr Alexander Witschel


 
erklärung zum biorhythmus


Die drei Lebenstakte

Vom Tag der Geburt an wirken die Kräfte des menschlichen Biorhythmus auf Körper, Seele und Geist – Seele im Sinne von Stimmung, Gefühl, Psyche. Sie färben vieles von dem, was wir tun, fühlen und denken. Sich dieses Farbenspiel bewusst zu machen kann in vielen Lebensbereichen, im Berufs- und Privatleben, von großem Vorteil sein, in erster Linie deshalb, weil die Auswirkungen in vieler Hinsicht vorhersagbar sind. Schon die Ärzte im alten Griechenland nahmen Rücksicht auf die "guten" und "schlechten" Tage ihrer Patienten. Im Westen lange Jahre vergessen oder ignoriert haben die Wiederentdecker dieser Kräfte in unserem Jahrhundert einen exotisch klingenden, griechischen Namen dafür reserviert: Biorhythmus. In unsere Sprache übersetzt bedeutet er nichts anderes als "Lebenstakt".
Drei Rhythmen sind es, die uns vom Tag unserer Geburt an lebenslang im Takt einer sehr langsamen, inneren Uhr, begleiten:

• Der körperliche Rhythmus mit einer Länge von 23 Tagen
• Der seelische Rhythmus  mit 28 Tagen
• Der geistige Rhythmus  mit 33 Tagen

Jeder dieser Rhythmen beschert uns bis zur Hälfte seiner Dauer eine langsam bis zu einem Gipfelpunkt ansteigende Hoch-Phase. Am Gipfelpunkt wechselt er dann scharf und fast senkrecht abwärts in kürzester Zeit zum Ausgangspunkt und geht in eine absinkende Tief-Phase über, bis ein Tiefpunkt erreicht ist. Von dort kehrt er ebenfalls scharf senkrecht nach oben zum Anfang zurück, wo Rhythmus von Ansteigen-Hoch-Wechsel-Abfallen-Tief-Wechsel von neuem beginnt.
Die Grafiken lassen den Verlauf dieser Kurven in Form von Sinusschwingungen erkennen. An den Grafiken sehen Sie, wie beispielsweise die Kurve des seelischen Rhythmus zuerst nach oben strebt, am 14. Tag - dem ersten Wechseltag - zum "Nullpunkt" absinkt und dann auf den Tiefpunkt zuläuft. Am 28. Tag, am Tag des zweiten Wechsels, vollendet sich eine Kurve, der Rhythmus beginnt von vorne. Der Wechseltag im seelischen Rhythmus fällt übrigens immer genau auf den Wochentag Ihrer Geburt, allenfalls noch auf den Vortag, jedoch ist immer eine Woche ausgelassen.
Der körperliche Rhythmus nimmt genau den gleichen Verlauf, die Hoch-Phase endet jedoch schon nach 6 Tagen, der exakte Wechsel ist nach 11,5 Tagen und der gesamte Ablauf ist nach 23 Tagen zu Ende. Seine Kurve verläuft also steiler.
Der geistige Rhythmus beendet nach 8, 9 Tagen die Hoch-Phase, der exakte Wechsel ist nach 16,5 Tagen und die folgende Tief-Phase erreicht nach insgesamt 33 Tagen den Ausgangspunkt eines neuen Zyklus. Von allen Rhythmen hat also seine Kurve die geringste Steigung und das geringste Gefälle.
Die Wechseltage sind bei allen Rhythmen von besonderer Bedeutung. Sie markieren eine fast immer kritische Zeitspanne, die Stunden, manchmal sogar einen Tag oder länger dauern kann. Ihre Wirkung auf Körper, Geist und Seele lässt sich mit einem raschen Klimawechsel vergleichen, ähnlich dem Kräftewechsel bei Vollmond. Der Übergang vom Hoch zum Tief wird dabei oftmals als weniger einschneidend empfunden als der Wechsel von der Tief- zur Hoch-Phase. Wahrscheinlich liegt das daran, dass dem zweiten Wechseltag (vom Tief zum Hoch) schon einige Tage vorausgingen, die man ohnehin nicht in körperlicher, seelischer oder geistiger Bestform verbrachte. Diese drei Rhythmen beeinflussen uns alle pausenlos, ohne Unterschied von Rang und Namen, durchdringen sich zudem, verstärken und schwächen sich gegenseitig und treten in Wechselwirkung mit zahlreichen anderen Einflüssen wie Gesundheitszustand, Alter, Umwelteinflüsse, Stress etc.
An den Grafiken können Sie erkennen, wie die drei Rhythmen miteinander verwoben sind und zur Verstärkung oder Abschwächung der Einflüsse beitragen. Das enge Zusammenspiel von Körper, Gefühlswelt und Geist hat zur Folge, dass sich die Wirkungen der drei Rhythmen nicht eindeutig und für jeden Menschen in derselben Weise bestimmen lassen. Sie sind sehr individuell: Ein geistiges Tief kann sich indirekt auch auf die körperliche Verfassung auswirken, ein seelisches Hoch dagegen kann unter Umständen ein körperliches Tief vorübergehend vergessen lassen.
Was bedeutet es nun, wenn Sie etwa ein geistiges Hoch durchlaufen? Wie können sich die Hoch- und Tief-Phasen der einzelnen Rhythmen im Alltag bemerkbar machen? Worauf ist an den Wechseltagen zu achten?

Körperlicher Biorhythmus (23 Tage)
Die Kenntnis des eigenen körperlichen Biorhythmus ist besonders für Menschen interessant, die sich in irgendeiner Form körperlich betätigen, ob im Sport oder im Beruf, etwa als Masseur, Tänzer, Bauarbeiter etc. Sie empfinden den Einfluss des körperlichen Biorhythmus deutlicher als andere Menschen.
Während der Hoch-Phase fühlt man sich in der Regel vital und ausdauernd, körperliche Arbeiten gelingen mit weniger Mühe, alles geht leichter von der Hand, im Sport ist man generell leistungsfähiger. Beeinflusst werden auch Unternehmungslust und Dynamik, Selbstvertrauen und Mut.
Allgemein herrscht am jedem Wechseltag im Körperrhythmus eine kritische Zeit: Gesundheitlich ist man etwas anfälliger als an anderen Tagen; sonst problemlos bewältigte Aufgaben erfordern jetzt höhere Konzentration; beim körperlichen Zusammenspiel von Nerven, Muskeln und Gelenken ist manchmal Sand im Getriebe. Viele Hebammen kennen den körperlichen Biorhythmus genau: Sie wissen, dass der 11. Tag (der Wechseltag im körperlichen Rhythmus) für Neugeborene eine kritische Zeit markiert. Manchmal kommt es an diesem Tag häufiger zu Erbrechen oder anderen körperlichen Symptomen, die zu Besorgnis Anlass geben. "Nach einem Monat sind Babys aus dem Gröbsten raus" - diese Einsicht von Hebammen und Kinderärzten beruht unter anderem auf der Tatsache, dass die Kleinen nach 33 Tagen erstmals alle drei Rhythmen mit ihren Hoch- und Tief-Phasen und Wechseltagen durchlebt haben.
Die Tief-Phase kennzeichnet ein allmählicher Kräfteabfall und verminderte körperliche Spannkraft; größere Anstrengungen machen jetzt längere Erholungspausen nötig. Eine Bergtour an den Tagen im Tief vor dem zweiten Wechseltag verlangt viel mehr ab als etwa während der Hoch-Phase. Gerade die letzten Tage im Tief wären gut als Zeit der Erholung und Ruhe geeignet, um neue Kräfte sammeln zu können.

Seelischer Biorhythmus (28 Tage)
Dieser Rhythmus nimmt Einfluss auf unsere innere und äußere Wahrnehmungs- und Empfindungskraft, generell auf unsere Gefühlswelt, auf Intuition und Schöpferkraft. Besonders wichtig ist er für Berufe, die mit Menschen umgehen müssen für Erzieher, Ärzte, Krankenpersonal, Seelsorger und dergleichen.
In der Hoch-Phase ist man gefühlsmäßig beweglicher, die positiven Seiten des Lebens werden leichter erkannt. Es fällt nicht schwer, eine optimistische Sicht auf das Leben zu gewinnen und zu behalten. Gerade wer in Dienstleistungsberufen - ob Kellner, Lehrer oder Seelsorger – arbeitet, läuft jetzt zu seiner Bestform auf und kann mit der Kraft positiver Gedanken viel Gutes bewirken.
In 14-tägigem Abstand, immer genau am Wochentag Ihrer Geburt (manchmal auch einen Tag vorher, insbesondere wenn Sie morgens geboren wurden), beschert Ihnen der seelische Rhythmus einen Wechseltag, eine kurze, manchmal etwas konfuse Zeitspanne. Sie stören sich an Nichtigkeiten: Gefühlsbedingtes Chaos, seelische Konflikte. Dafür herrscht an den Wechseltagen das richtige Klima. Vielleicht liegt hier ein Grund dafür verborgen, warum an einem Sonntag geborene Menschen tatsächlich vom Schicksal begünstigt sind: Nur sonntags, allenfalls samstags, im Abstand von 14 Tagen, erleben sie ihren seelisch kritischen Tag. Und meist lässt sich das Wochenende problemlos überstehen, weil in der Regel keine größeren Anforderungen gestellt werden (außer bei einem belasteten Privatleben, was den Begriff vom "Sonntagsstress" entstehen ließ).
Während der Tief-Phase verarbeitet man schlechte Nachrichten nicht so gut wie sonst, man rutscht leichter in eine pessimistische, niedergeschlagene und ängstliche Grundstimmung. Die Sinnlosigkeit vieler Dinge im Leben wird jetzt stärker empfunden. Wer dazu neigt, sein Leben von schlechtem Gewissen regieren zu lassen, der ist jetzt ein willigeres Opfer als sonst. An diesen Tagen, besonders gegen Ende der Tief-Phase, ist erhöhte Selbstdisziplin nötig, um dem Pessimismus nicht zuviel Raum zu geben. Kindern, die gerade ihr seelisches Tief durchlaufen, eine Strafpredigt zu halten, ist ein vergebliches Unterfangen - zum einen Ohr rein, zum anderen Ohr raus.

Geistiger Biorhythmus (33 Tage)
Er berührt vor allem die Fähigkeit, geistig und planend zu arbeiten. Beeinflusste Lebensbereiche sind Logik, Verstand und Lernfähigkeit, vorausschauendes Denken, Kombinationsgabe und innere wie äußere Orientierung - im wahrsten Sinne des Wortes die Geistes-Gegenwart. Lehrer aller Fachrichtungen, Politiker, Referenten, Journalisten und Schriftsteller empfinden das Auf und Ab von diesem Rhythmus besonders stark. Sie können sich wahrscheinlich vorstellen, welche Wirkung die Hoch-Phase im geistigen Rhythmus hat: Alle verstandesbestimmten Tätigkeiten erfahren Unterstützung, man nimmt intellektuelle Lernstoffe und Informationen leichter auf und kann sie müheloser verarbeiten und wiedergeben. Man konzentriert sich leichter: Ein Weiterbildungsseminar, das man in der Hoch-Phase besucht, wird sicherlich mehr Gewinn bringen als an Tagen der Tief-Phase. Die Wechseltage im geistigen Rhythmus hemmen die geistige Spannkraft. Die Reaktionsfähigkeit ist nicht auf der Höhe. Alle Teilnehmer am Straßenverkehr sollten sich vorsichtiger als sonst verhalten und darauf gefasst sein, dass auch sie selbst jetzt leichter oder öfter Fehler machen. Diese Zeit blockiert oftmals das Aufnehmen neuen Lernstoffs. Das Meiden verzwickter Aufgaben, beziehungsweise eine erhöhte Konzentration, ist hier das beste Mittel, um sich auf den geistigen Klimawechsel einzustellen. Ähnliches gilt für die Zeit etwa zwischen dem 20. und dem 33. Tag im geistigen Rhythmus: In der Tief-Phase wird man allmählich geistig unbeweglicher und ist dann leichter mental erschöpft, wenn die Aufgaben allzu heikel sind. Die Lern- und Entscheidungsfreude lässt nach; Ängste werden so greifbar, als ob sie schon Wirklichkeit wären.

Ihr persönlicher Biorhythmus   

WICHTIG!  Java Script muss aktiviert sein!
(kostenloser download unter http://www.java.com/)

Copyright© 2001-2010 astraVita®, Text: Alexander Witschel



 
 
 
   


 
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